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Gesichtsreinigung

Die tägliche Gesichtsreinigung am Morgen und am Abend ist der wichtigste Schritt in der Hautpflege. In der Nacht ist der Körper aktiv mit der Regenerierung beschäftigt und Stoffwechselprodukte können über die Verdauungsorgane und über die Haut ausgeschieden werden. Am Morgen befinden sich die ausgeschiedenen Stoffe auf der Hautoberfläche und werden durch die Gesichtsreinigung entfernt. Durch die Reinigung können Tagespflegeprodukte erst optimal aufgenommen werden. Ein weiterer Vorteil ist die Förderung der Blutzirkulation, durch die eine bessere Versorgung der Haut gewährleistet wird und sich ein intakter Säureschutzmantel aufbauen kann.

Die Haut ist ein selbstregulierendes System, das immer genau die Menge Fett produziert, die sie benötigt. Aber nur bei sauberer Haut kann die Fettproduktion richtig funktionieren, wodurch die Keratinozyten ungehindert an die Oberfläche gelangen und die Hornschicht bilden können, die vor Umweltschäden schützt und zugleich die Feuchtigkeit in der Haut einschließt. Unterstützt durch die Reinigung, halten all diese natürlichen Abläufe die Haut gesund, vital und frei von Unreinheiten und Akne.

Die optimale Gesichtsreinigung

Um die Poren zu öffnen, wird das Gesicht zuerst mit warmen Wasser gewaschen. Die Wärme regt zudem den Kreislauf an, was wiederum die Lymphtätigkeit beschleunigt, sodass die Abfallstoffe schneller ausgeschieden werden. Gleichzeitig wird die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff verbessert, was ebenfalls die Ausscheidung von Abfallstoffen unterstützt.

Anschließend wird das Reinigungsprodukt mit den Handflächen auf das Gesicht aufgetragen, in wellenförmigen oder rollenden Bewegungen, sodass sich die Finger vom Gesicht abheben. Dabei kommt es zu einer sanften Saugbewegung, die Schmutzpartikel, Fett und abgestorbene Zellen von den Poren und der Hautoberfläche löst.

Von Rubbeln oder Reiben mit Händen oder einem Waschlappen ist abzuraten, weil selbst kleinste Schmutzpartikel scharfe Kanten haben können. Diese können die Zellen verletzen und Entzündungen hervorrufen, wenn sie in die Haut gerieben werden. Dabei können wie bei einem Peeling Hornschüppchen abschilfern, die noch fest mit der Haut verbunden sind.

Danach wird das Gesicht gründlich mit warmen Wasser abgespült. Abschließend mit kaltem Wasser nachspülen, um die Poren zu schließen.

Der Reinigungsprozess wird mit einem Gesichtswasser bzw. Tonic entgültig abgeschossen. Ziel ist es die letzten Reinigungsrückstände zu entfernen und die Haut auf die nachfolgende Pflege vorzubereiten.

Quelle: Susan West Kurz: Das Dr. Hauschka-Konzept Schönheit pur. Wilhelm Goldmann Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, 2009, S. 132 - 136

Reinigungspräperate für das Gesicht

Bei der Auswahl eines Reinigungsproduktes sollte nicht nur auf den Hauttyp geachtet werden, sondern auch darauf, dass das Produkt frei von Konservierungsmitteln, Duftstoffen, Farbstoffen, PEG, Paraffinöl ist und möglichst Inhaltsstoffe aus kbA verwendet wurden. Auch in der Naturkosmetik werden Tenside auf natürlicher Basis eingesetzt. Diese ermöglichen das Vermischen von Wasser und Öl, sodass sie den Schmutz emulgieren und entfernen. Vom Gebrauch von Seifen ist abzuraten, da diese sich negativ auf den Säureschutzmantel auswirken. Einige Hersteller bieten Reinigungsprodukte an, die ganz ohne Tenside auskommen. Beispielsweise die Cleanser von Martina Gebhardt. Für die empfindliche und trockene Haut eignet sich eine Reinigungsmilch hervorragend. Reinigungsschaum oder Reinigungsgel verträgt Mischhaut und unreine Haut sehr gut. Für das entfernen von Make-up insbesondere im Augenbereich gibt es spezielle Reinigungsprodukte auf Öl-Basis. Reinigungstücher oder Pads eignen sich für unterwegs sehr gut.

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